Bevor der Interessent eintrifft, muss das Fahrzeug „glänzen“ – und zwar nicht nur im wörtlichen Sinne.
Waschen Sie das Fahrzeug am Vortag. Entfernen Sie Regenstreifen und Insektenreste. Ein sauberes Äußeres signalisiert: Dieses Fahrzeug wurde pfleglich behandelt.
Öffnen Sie alle Fenster zum Lüften. Ein frischer, neutraler Duft ist entscheidend. Räumen Sie persönliche Gegenstände aus den Schränken, damit der Käufer den Stauraum für sein eigenes Gepäck visualisieren kann.
Testen Sie selbst noch einmal kurz, ob die Wasserpumpe läuft, das Licht funktioniert und der Kühlschrank kühlt. Nichts ist peinlicher, als wenn bei der Vorführung eine Sicherung streikt.
Wählen Sie einen neutralen, gut beleuchteten Ort mit ausreichend Platz. Der Käufer muss bequem um das Fahrzeug herumlaufen und auch mal unters Auto schauen können. Vermeiden Sie enge Einfahrten oder dunkle Garagen.
Gehen Sie offen mit dem Käufer um. Wer Mängel versteckt, riskiert später rechtlichen Ärger.
Zeigen Sie bekannte Macken aktiv. Das nimmt dem Käufer den Wind aus den Segeln, selbst nach Fehlern zu suchen („Fehlersuch-Modus“).
Erzählen Sie kurz von Ihrer schönsten Reise. Verkaufen Sie nicht nur Blech, sondern das Erlebnis „Urlaub“.
Seien Sie vorbereitet auf die Frage: „Warum verkaufen Sie?“ Eine ehrliche Antwort (z.B. Vergrößerung, Umstieg auf Kastenwagen) beruhigt den Käufer.
Die Probefahrt ist für den Käufer der wichtigste Moment, für Sie aber das größte Risiko.
Prüfen Sie vorab, ob Ihre Versicherung „beliebige Fahrer“ zulässt. Wenn nicht, rufen Sie kurz bei Ihrem Versicherer an – oft lässt sich das für einen Tag kostenlos erweitern.
Lassen Sie sich vor Fahrtantritt den Führerschein und den Personalausweis zeigen. Fotografieren Sie beide Dokumente ab.
Setzen Sie sich immer mit ins Fahrzeug. Nutzen Sie die Zeit, um technische Besonderheiten (z.B. Schalten bei älteren Modellen) zu erklären.
Geben Sie niemals die Schlüssel aus der Hand, ohne selbst im Fahrzeug zu sitzen. Ein "kurzes Um-den-Block-Fahren" allein durch den Interessenten ist bei einem Privatverkauf ein zu hohes Diebstahlrisiko.
Ein Wohnmobil ist ein kleines Kraftwerk. Der Käufer will sehen, dass alles funktioniert.
Zeigen Sie, dass die Heizung warm wird und Wasser aus den Hähnen kommt.
Demonstrieren Sie das Bedienpanel. Erklären Sie kurz die Solaranlage oder den Wechselrichter, falls vorhanden.
Öffnen und schließen Sie alles einmal. Das beweist die Gängigkeit der Mechanik.
Fast jeder Käufer wird versuchen, den Preis zu drücken. Bleiben Sie ruhig.
Wenn der Käufer einen Mangel findet, verweisen Sie auf die bereits eingepreisten Vorteile (z.B. neue Reifen, frischer TÜV).
Kennen Sie Ihr Minimum. Wenn der Käufer unverschämt tief ansetzt, beenden Sie das Gespräch freundlich, aber bestimmt.
Klären Sie schon jetzt: Keine Barzahlung großer Summen auf der Straße. Sofortüberweisung oder gemeinsame Einzahlung bei der Bank sind sicherer.
Fast jeder Käufer wird versuchen, den Preis zu drücken. Bleiben Sie ruhig.
Falls der Käufer das Fahrzeug nicht sofort mitnimmt, vereinbaren Sie eine Anzahlung und quittieren Sie diese.
Klären Sie, ob das Fahrzeug abgemeldet übergeben wird (empfohlen!) oder ob der Käufer es innerhalb von drei Tagen ummelden muss.
Ein Besichtigungstermin ist kein Verhör, sondern ein Kennenlernen zwischen Camper-Freunden. Wenn Sie gut vorbereitet sind, technische Fragen beantworten können und für Sicherheit bei der Probefahrt sorgen, steht einem erfolgreichen Verkauf nichts im Wege.
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